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Gott
und Göttin in Wicca
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| Hier möchte ich meine persönliche Sichtweise des Göttlichem im Wicca darlegen. |
| Die allgegenwärtige
Macht, Lebenskraft, wird personifiziert, damit wir sie besser erfassen können,
da kaum jemand in der Lage ist, sich das Unendliche vorzustellen. Komplett verneinen möchte ich es nicht, da es ja bekanntlich auch heißt: „Nichts ist unmöglich“, und „Der Mensch steckt sich seine Grenzen selbst“. Vielleicht ist es einfach so, daß Mensch es in dieser Seinsform nicht erfassen kann. Ich versuche dahinter das Göttliche zu sehen, personlos einfach als Energie, welche alles durchdringt, aus der auch Gott und Göttin hervorgehen, sozusagen der Ursprung. |
| Religionen
spiegeln das Weltbild des Menschen, daher finde ich, daß eine Religion der Gleichstellung auch zu einer Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft führen kann. Ich bin der Meinung, daß diese Gleichstellung wichtig ist, da wir alle Teil eines Kreislaufes sind, welcher nur funktioniert, wenn das Gleichgewicht stimmt. Störungen dieses Gleichgewichtes können sich auf mannigfaltige Weise zeigen, z.B. in der Natur. Gerade dort zeigt sich, wie sehr der Mensch durch sein Eingreifen das empfindliche Gelichgewicht stört und ins wanken, ja teilweise sogar zum Verschwinden bringt. Ich bin der Überzeugung, daß dies auch auf das Zusammenleben von Menschen in einer Gesellschaft übertragbar ist und einen Erklärungspunkt für viele Gewalttaten oder andere Gesellschaftsformen bietet. |
| Dies hier
ist als kurze Zusammenfassung zu verstehen, welche viele Wicca-Anhänger
zu grunde legen. Dies kann man nicht auf alle beziehen, da Wicca eine sehr individuelle Religion,ist. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und findet seinen eigenen Weg, daher kann es durchaus sein, daß sich der Glauben bei jedem Wicca unterscheidet, denn jeder ist einzigartig. |
| Das
wohl im Wicca verbreitetste Götterbild sieht nun folgendermaßen aus: Es wird das duale Prinzip benutzt; eine Göttin und ein Gott. Dieses ist für mich logisch, weil es zwei Geschlechter gibt und in der ganzen Natur sich dieses Prinzip wiederspiegelt bzw. zeigt. Licht und Dunkel, Trocken und Nass. Verehrt wird die Grosse Göttin und Ihr Gefährte, der Gehörnte Gott. Man glaubt, daß diese Gottheiten immanent sind, also in der gesamten Natur enthalten. Die Götter sind Sinnbild für die Kräfte, welche der Mensch zum besseren Verständnis personifiziert, damit er leichter mit Ihnen Kontakt treten kann. Diese Kräfte durchströmen die gesamte Natur. Sie sind in uns und um uns herum. |
| Die
Göttin ist die Urmutter, Herrin über Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt. Sie ist die Herrin aller Geschöpfe, ob groß oder klein. Ihr zugeordnet wird der Mond. Die Menschen gaben Ihr viele Namen z.B. Isis, Astarte, Diana, Hekate, Demeter, Kali, Inana, Hel, Brighid oder einfach Herrin. Die Göttin ist die Schöpferin allen Lebens und gleichzeitig auch die Zerstörerin. Sie vereint beides in sich, Leben und Tod. Man geht fast immer von 3 Gesichtern der Göttin aus: Jungfrau, Mutter und die Alte (weise Frau). Dies spiegelt sich in den Mondphasen und Geburt, Leben und Tod. Sie ist die Jungfrau im Frühling, welche das Symbol des knospendes wiedererwachenden Lebens ist. Im Sommer reift sie zur Frau und Mutter heran, welche Ihre Kinder nährt und schützt. Im Winter ist sie die weise Alte und gibt dem Hilfesuchenden Rat. Sie ist Geliebte und Mutter zugleich im immerwährenden Lebenskreis. |
| Der Gott wird
der Gehörnte genannt. Er ist ein Gott der Natur und symbolisiert die lebensspende
Sonne. Er ist der Sohn und Geliebte der Göttin zugleich. Er wird auch oft Cernunnos oder einfach Herr genannt. Er wird von ihr geboren, wächst auf und findet in der Göttin seine Geliebte. Zeugt sich im Beginn seiner Herrschaft selbst neu, stirbt und wird von ihr wiedergeboren. Er ist alles Vergängliche, was geboren wird, heranwächst, stirbt und wiedergeboren wird. Die Göttin macht eigentlich den Zyklus ebenfalls durch, nur einmal im Monat, was sich in der Menstruation der Frau beispielsweise wiederspiegelt.. (Fruchtbarkeitszyklus) |
| Diese Zyklen spiegeln sich in den Jahreskreisfesten zu Ehren von Gott und Göttin wieder. |
| Gott und Göttin
werden unter vielen Namen in vielen verschieden Kulturen unter vielen verschieden
Aspekten angerufen Daher ist Wicca unter anderem von folgenden Gedanken
geprägt: Alle Götter sind ein Gott und alle Göttinnen sind eine Göttin Viele suchen sich in den Bekannten Mythologien die für sie stimmigsten Götterbilder, zu denen sie den besten Kontakt finden. |