Konzentrationsübungen
In allen Büchern wird immer wieder auf die Konzentration bzw. das Visualisieren hingewiesen als das A und O bei magischen Arbeiten. Um seine Konzentrationsfähigkeiten zu steigern gibt es eine Menge verschiedene Möglichkeiten und Übungen, um die eigene Fähigkeit der Selbstsuggestion oder Vorstellungskraft zu erhöhen.
Visualisieren ist erst einmal nichts anderes als die bildliche Vorstellungskraft. Je besser und genauer man sich etwas vorstellen kann, desto intensiver kann man natürlich auch magisch arbeiten. Um sich die Methode des Visualisierens anzueignen gibt es einige einfache Übungen, welche sich natürlich hinterher beliebig steigern lassen. Ich möchte eine Übung als Beispiel für alle vorstellen, die sog. "Rosenübung" Für diese Übung schließt man die Augen und stellt sich eine Rosenknospe vor. Ziel soll sein diese Rosenknospe vor seinem "geistigen Auge" richtig vor sich zusehen. Hat man das Bild der Rosenknospe vor sich, sollte man versuchen möglichst viele Details sich vorzustellen/ zu "sehen". Die Farbe der Kelchblätter, Licht und Schatten, die Blattadern, die Farbe der Blütenblätter etc.. Dies wiederholt man solange bis man sofort diese Knospe vor Augen hat, wenn man diese Übung beginnt. Nun lässt man diese Knospe vor seinem Inneren Auge erblühen, immer ein Stückchen weiter. Bis man die vollaufgeblühte Rose vor Augen hat. Je leichter einem diese Übung fällt desto mehr Details kann man bei der Visualisierung dazu nehmen, wie z.B. den Geruch der Blüte.
Gelingt einem diese Übung ohne Probleme bzw. schafft man es schon im "Schlaf" kann man sich den schwierigeren bzw. abstrakten Beispielen zuwenden, wie z.B. eine Treppe die seitwärts geht, das Fenster ins gestern oder die Tür in den Dezember Auch bei diesen Übungen gilt es wieder, erst die Grundzüge sich vorzustellen und im weiteren Verlauf durch immer mehr Feinheiten und Kleinigkeiten zu verbessern/steigern. Diese abstrakten Modelle dienen unter anderem als Übung von Astralprojektionen für Astralreisen oder sind gute Grundlagen der Imagination.
Eine weitere Möglichkeit seine Konzentrations- bzw. Suggestionsfähigkeit zu steigern ist das autogene Training, was manche als Vorstufe bzw. eine Art der Meditation sehen, andere diese beiden Dinge jedoch klar unterscheiden. Der Begriff autogen kommt aus dem griechischen und ist am besten mit selbstentstehend zu übersetzen. Dieses Training setzt sich aus mehreren Übungen zusammen, welche jeweils ein bis zwei Minuten Zeit in Anspruch nehmen.
Zu Beginn legt man sich am besten entspannt auf den Rücken oder setzt sich in der sogenannten "Kutscherhaltung" auf einen Stuhl. Wichtig!! Nach Beginn sollte die Körperhaltung nicht mehr verändert werden.
Der Beginn "Ruhe" Sie dient der Einstellung auf sich selbst. Alles um einen herum ist einem Gleichgültig man lässt sich durch nichts von außen stören, man richtet seine Aufmerksamkeit nach "innen", auf sich selbst und die eigene Ruhe "Ich bin ganz ruhig" und auch "Geräusche ganz gleichgültig" sind das Ziel.
Die 1. Übung "Schwere" Sie dient der Muskelentspannung, man konzentriert sich auf einzelne Gliedmaßen nacheinander z.B. Arm, Beine... und fühlt wie sie sich entspannen und angenehm schwer werden "alles wird schwer" ist das Ziel
Die 2. Übung "Wärme" Dient der Gefäßerweiterung und Mehrdurchblutung. Vorstellung das die Körperglieder, wie bei Übung 2, nun eine angenehme Wärme durchströmt. Diese Wärme ist spürbar durch Kribbeln, Hitzeempfindung oder Frösteln. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung sondern ein völlig normaler Vorgang der sich bei jedem unterschiedlich schnell oder stark einstellt. "mein ganzer Körper ist warm" ist das Ziel
Die 3. Übung "Atmung" Jetzt soll die Atmung für eine bessere Lungenfunktion "eingestellt" werden d.h. bewusst ruhig und gleichmäßig atmen. Die Atmung sollte so bei 6-10 Atemzügen pro Minute liegen für eine wirkliche Tiefe Entspannung. Hierbei können gelegentlich Angst oder Beklemmungsgefühle auftreten. "mein Atem ist ruhig und gleichmäßig" ist das Ziel , diese Formel kann man auch im fortgeschrittenen Trainingsverlauf durch "Es atmet mich" ergänzen oder ersetzen. (Quelle: Autogenes Training - der Schlüssel zur Entspannung Grundstufentraining - Edition Neptun/Kassette)
Die 4. Übung "Herz" Hier stellt man sich vor bzw. konzentriert sich auf seinen Herzschlag, er soll genau wie die Atmung ruhig und gleichmäßig erfolgen. "mein Herz schlägt ruhig und regelmäßig" ist das Ziel
Die 5.Übung "Sonnengeflecht/Solar plexus" Bei dieser Übung sollen die Organfunktionen im Bauchraum angeregt und optimiert werden. Hierbei kann man verstärkt Magen- Darmgeräusche feststellen. Hier wird die Vorstellung schon ein klein wenig "abstrakter" da man sich hier auf das Nervensystem konzentriert was sich durch den ganzen Körper zieht. Und am Solar plexus einen sog. Knotenpunkt , welcher als Sonnengeflecht bezeichnet wird, bildet. "Sonnengeflecht (Leib) strömend warm" ist das Ziel.
Die 6. Übung "Kopf" Hier soll nun das Gegenteil von denn vorangehenden Übungen erzielt werden, statt einer vermehrten Durchblutung durch die Entspannung, soll der Kopf "Minderdurchblutung" bekommen für einen "kühlen Kopf" zum denken. Die Stirn soll angenehm entspannt sein und der Kiefer schwer werden durch die Muskelentspannung "Stirn angenehm kühl" ist das Ziel
Nach diesen Übungen erfolgt das "Zurücknehmen", das bewusste Lösen aus der Entspannung und Konzentration. Nach Abschluss der Übungen tut ein ausgedehntes Dehnen und Strecken sehr gut.
Autogenes Training dient jedoch nicht ausschließlich Konzentrationssteigerung, sondern ebenfalls bzw. vordergründig der Entspannung. Ein starker körperlicher oder seelischer Leistungsdruck führt bei vielen Menschen zu einer Überforderung und dadurch zu gesundheitlichen Problemen. Stress und Nervosität sind bei der Entstehung vieler Krankheitsbilder mitbeteiligt .Daher ist es wichtig, sich in Zeiten starker seelischer Belastung regelmäßig zu entspannen, damit Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht kommen. Das hat einen sehr positiven Nebeneffekt zur Folge, da durch das autogene Training sich das Wohlbefinden steigert können auch verschiedene Beschwerden verhindert oder sanft behandelt werden. Wie zum Beispiel: nervöse Herz- und Kreislaufstörungen verschiedene Beschwerden im Magen-Darm-Trakt Migräne, Kopfweh Wetterfühligkeit Schlafstörungen Nervosität, "Lampenfieber" Unsicherheit, Selbstzweifel Angstzustände
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