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Räucherwerk
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| In allen alten Kulturen gehören rituelle Räucherungen zur Tradition und zum normalen Tagesablauf. Den meisten Menschen aus dem westlichen Kulturkreis mag es zwar befremdlich erscheinen, da hier Räuchern nur aus kirchlichen Zeremonien bekannt ist, doch für die meisten Afrikaner oder Asiaten gehören Räucherungen zum täglichen Leben dazu. |
| Räuchern ist die Wurzel der heutigen Aromatherapie und der Parfümerie. Das Wort Parfüm leitet sich vom lateinischen "per fumum" - durch den Rauch ab. Das Räuchern war früher aus dem Leben nicht wegzudenken und fehlte in keiner Kultur, es diente dazu Botschaften in den Himmel, Gebete zu den Göttern zu tragen. Heute noch vertieft und unterstützt es Gebet und Meditation bei allen grossen Religionen. Mit Hilfe von Räucherungen desinfizierte man Wohnräume, Krankenlager und Ställe, heilte Kranke, parfümierte Kleider und Gegenstände, beeinflusste das Träumen, erzeugte Visionen, verbesserte die Akustik in Kirchen und vieles mehr. Leider ist nur noch wenig Wissen über das Räuchern bekannt. |
| Die meisten Leute, die solche selbstverständlichen rituellen Räucherungen erlebt haben, wissen die ruhige, entspannende Wirkung und die dabei entstehende meditative Atmosphäre zu schätzen. Daher integrieren immer mehr Menschen das räuchern in Ihren Tagesablauf. Dies liegt zum einen an dem intensiven und angenehmen Duft und zum anderen an der wohltuenden Wirkung durch die im Räucherwerk enthaltenen körperlich und seelisch wirksamen Inhaltsstoffe. |
| Eine Räucherung ist eine Erfahrung für die Sinne, da mehrere unserer Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Zuallerst bei der Herstellung der Tastsinn, durch die Berührung der Materialien, dann unser Geruchsinn durch den intensiven Duft beim Räuchern und nicht zuletzt unser Sehsinn durch die Rauchkringel, welche vom verglühenden Räucherwerk aufsteigen. Räucherungen reinigen die Atmosphäre und auch einen selbst von Negativem. Sie erleichtern das Abschalten vom Alltag für die Meditation und die Kommunikation mit dem Geistigen, der Anderswelt. |
| Zum Räuchern werden aromatische Substanzen, wie z.b. Kräuter, Hölzer und Harze auf einer Wärmequelle langsam verglüht. Der dabei aufsteigende Rauch trägt die Duft- und Inhaltstoffe mit sich und verteilt diese im Raum, so daß diese beim Atmen durch Nase und Mund aufgenommen werden. Daher ist es ratsam, je nach Zweck der Räucherung, während der Räucherung oder im Anschluß zu lüften. |
| Für das Räuchern benötigt man ein Gefäß aus einem hitzebeständigem Material, welches zusätzlich mit Sand gefüllt wird. Weiterhin benötigt man Räucherkohle; diese wird Handel in Form von Kohletabletten angeboten. Meist sind es Rollen à 10 Stk, welche einem Durchmesser von 30 bis 50 mm aufweisen können. Diese selbstzündenden Kohlen sind mit Magnesiumsulfat oder Salpeter getränkt und daher schnell entzündlich, sowie rasch durchglühend. Durch die Zusatzstoffe verströmen sie zu anfang einen leichten Eigengeruch, welcher jedoch rasch verfliegt. |
| Zum Entzünden nimmt man die Kohle zwischen zwei Finger und zündet den abgerundteten Teil mit Hilfe eines Feuerzeugs, Streicholzes oder einer Kerze an. Beim Entzünden fängt die Kohle an zu zischen und es entstehen kleine Funken, ähnlich einer Wunderkerze. Sobald man sehen kann, daß sich die Funken zum Rand arbeiten, legt man die Kohle mit der abgerundeten Seite auf den Sand im Räuchergefäss. Jetzt wartet man bis die Kohle durchgeglüht ist. Dann gibt man auf die Vertiefung eine Portion Räucherwerk. Für diejenigen, denen die Rauchentwicklung bei solchen offen Räucherungen zu groß ist,oder die nicht einen solchen Aufwand betreiben möchen, gibt es die Möglichkeit, Räucherstäbchen oder Räucherkegel zu benutzen. Diese haben keine so große Rauchentwicklung und sind daher gut in geschlossenen Räumen zu verwenden. |
| Die Stäbchen oder Kegel werden an der Spitze entzündet. Wenn sich an der Spitze Glut gebildet hat, wird mit einer fächernden Handbewegung die Flamme gelöscht. Genau wie bei Kerzen sollte die Flamme nie ausgeblasen werden, um die guten Geister, Energien nicht zu vertreiben. |
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Räucherstoffe
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Einige
Anmerkungen vorweg:
Viele Kräuter enthalten Stoffe, die in höherer Dosis auf die Psyche des Einzelnen wirken können. Daher sollte man beim Räuchern ein gewisses Maß an Umsicht walten lassen. Sind Allergien gegen bestimmte Stoffe bekannt, sollte vom Verräuchern dieser Pflanzen abgesehen werden! Die Listen auf den nachfolgenden Seiten erhebenkeinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit. |
| Quellen: |
| Scott Cunningham: Das große Buch von Weihrauch, Aromaölen und magischen Rezepturen |
| Thomas Kinkele: Räucherstoffe & Räucherrituale |